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Mittwoch, 19. August « zurück

«Europa–Weg» nimmt Gestalt an

Das grosse «Aufräumen» auf dem Gipfelplateau des Hohen Kasten



Seit Mitte April wird auf dem Hohen Kasten gebaut. Im Entstehen ist der Europa–Rundweg, der auf einer Höhe von exakt 1784,5 m.ü.M. – also topfeben – um das Gipfelplateau herumführen wird.

Während der gesamten Bauzeit ist auf dem Hohen Kasten nur die Terrasse begehbar, und ein eingezäunter Pfad führt um das Drehrestaurant herum. Im Bereich des vormaligen Alpengartens und der Grünflächen rundum wird radikal umstrukturiert.Zentrale Idee ist die Schaffung eines horizontalen Rundwegs mit vorkragenden Aussichtsplattformen, an dessen Rändern die Pflanzen des Alpengartens neu angesiedelt werden können. Er ersetzt das verzweigte Netz schmaler Wege, die dazu verleiteten, kreuz und quer durch die Pflanzenvielfalt zu spazieren, was dieser nicht immer gut bekam.

Ein beachtlicher Eingriff
Umgesetzt wird mit einem Gesamtaufwand von knapp drei Millionen Franken eine Idee der Nipkow Landschaftsarchitektur AG Zürich, die in enger Zusammenarbeit mit den Umweltverbänden entwickelt wurde. Der Rundweg, im Endausbau mit Rüfikies solide befestigt, wird sich auf einer Länge von 259 m rollstuhlgängig, aber auch tauglich für Rollator und Kinderwagen präsentieren. Er endet zu beiden Seiten an der Bergstation, wo Treppen auf die obere Aussichtsterrasse beim Sendeturm führen werden. Die Idee zieht grossen Bauaufwand nach sich, denn Wege und Plattformen müssen – wie auch und vor allem die Geländer – wintersicher erstellt werden.

Steinbrecher im Einsatz
Architekt Sepp Fässler, der Bauverantwortliche des Verwaltungsrates, nennt Zahlen, die geeignet sind, die Grösse der Neugestaltung zu skizzieren: Seit Mitte April wurden 470 Tonnen Material auf den Berg geschafft, davon zehn mittels Heli. Betonkies kann vor Ort gebrochen werden aus Gestein, das für die Anlage abgetragen werden muss.Nicht eingerechnet sind jene Materialien, die für die Wanderweg–Sicherungen nötig waren. Diese wurden grösstenteils schon im vergangenen Herbst realisiert.

Europa–Rundweg – ein grosses Wort?
Zur Frage, ob die Bezeichnung «Europa–Rundweg» nicht etwas vollmundig gewählt sei, äussert sich der Marketing–Verantwortliche, Matjaz Leu: «Der Hohe Kasten ist der östlichste Gipfel der Westalpen und bietet bei gutem Wetter eine einmalige Rundsicht vom Elsass über Süddeutschland, das Fürstentum Liechtenstein und Österreich bis hin zur Cima di Zocca in den Bergeller Alpen, also auf italienischem Gebiet. Selbstredend weitet sich der Blick ins St. Galler Rheintal und ins Oberland. Diese Kenngrössen will man sichtbar machen: Auf dem Geländer des Rundweges werden an geeigneter Stelle wichtige Destinationen Europas mit Pfeil und Distanz–angabe eingraviert, so dass der Betrachter seine aktuelle Position im Herzen Europas überdenken kann.

Sponsoring läuft weiter
Ebenfalls am Geländer werden alle Sponsoren mit einem Namensschild verewigt, die bereit sind, einen oder mehrere der 259 Meter Weges zu finanzieren. Bei der Kastenbahn liegen Zeichnungsscheine auf, mit denen man sich seinen «Anteil» sichern kann. Mit 900 Franken ist man dabei; das Namensschild bleibt garantiert zehn Jahre gut sichtbar am Geländer befestigt. Sepp Fässler rechnet vor: «Mit neunzig Franken pro Jahr ist man dabei. Das ist doch ein guter Deal!».


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