Donnerstag, 11. März « zurück

Zweiter Anlauf für Raiffeisen-Fusion

Orientierungsversammlung in Appenzell zur geplanten Fusion der Raiffeisenbanken

Trotz des Neins der Gontner 2009 sei der Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Gonten-Brülisau vor einem halben Jahr wiederum auf die Appenzeller zugegangen und habe das Gespräch gesucht für eine Fusion.

So begründete Marco Züger, Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Appenzell, vorgestern Dienstag im Hotel Säntis, warum das Geschäft bereits wieder bei beiden Generalversammlungen traktandiert wird. Dass der Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Appenzell in corpore erschien, macht deutlich, welche Bedeutung er dem Geschäft beimisst.
Mit einer Fusion könnten Synergien genutzt werden; Ziel sei ganz klar das Erhalten der Geschäftsstellen in Brülisau und Gonten. Wenn eine Fusion nur Vorteile verspreche, wurde weiter gefragt, stelle sich die Frage, warum sie erst jetzt an die Hand genommen werde. Der Druck sei bisher wohl zu wenig stark gewesen, erwiderte Züger.
Das Nein letztes Jahr in Gonten sei eigentlich gar kein grundsätzliches Nein gewesen, präzisierte der Verwaltungsratspräsident von Appenzell. Die Mehrheit, rund sechzig Prozent, sei für eine Fusion gewesen, aber sie sei an der statutarischen Vorschrift der Zweidrittels-Mehrheit gescheitert. Der Zeitplan sieht nun vor, dass die Generalversammlung in Gonten am 19. März erneut über eine Fusion zu beschliessen hat. Bei einer Annahme wird das Geschäft auch an der Generalversammlung in Appenzell am 13. April behandelt; bei einem erneuten Nein würde es (wie schon letztes Jahr) wegfallen.
Bei einem erneuten Nein werde das Thema von der Raiffeisenbank Appenzell «ad acta gelegt». «Wenn die Gontner warten, bis es gar nicht mehr anders geht, wird es für sie unangenehm», antwortete Marco Züger auf eine Frage nach den Auswirkungen eines Nein. Sie wären ganz klar auch finanzieller Art. Bereits das letztjährige Nein habe «einen grossen zusätzlichen Aufwand verursacht».


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