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Mittwoch, 22. September 2010« zurück

Noch nie Dagewesenes im «Drei Eidgenossen»

Das Duo Calva wirbelte Klassik unverfroren durcheinander

Das hat es noch nie gegeben: ein klassisches Konzert in der Appenzeller Kulturgaststätte «Drei Eidgenossen». Nichts Geringeres als die «Zauberflöte» war am letzten Freitag angekündigt. Das Publikum war hoch erfreut und hat sich sehr amüsiert.

Die beiden Cellisten waren als Aushilfen für eine Aufführung der «Zauberflöte» mit einem russischen Orchester engagiert worden. Der eine war da, weil er nichts in der Agenda hatte, der andere weil er nichts im Portemonnaie hatte. Der eine, ein Bünzli mit Vorliebe für alte Musik, der andere mit einem sehr grossen Selbstwertgefühl. Das Orchester hatte zuerst Verspätung und kam dann überhaupt nicht mehr. Daniel Schaerer und Alain Schudel entschädigten das Publikum mit einem wilden Galopp durch die Klassik. Mit ihren zwei Celli preschten sie durch Rossini-, Bizet-, Verdi- und Mozart-Kompositionen und Beethovens Neunte. Das taten sie mit viel Virtuosität, Temperament und Humor.

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